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Der Schwarzwald

Der Schwarzwald und sein Geschwistergebirge

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Der Schwarzwald verläuft als etwa hundertfünfzig Kilometer lange Mittelgebirgslandschaft längs des Oberrheins, von Karlsruhe im Norden bis nach Basel im Süden. Auf seiner westlichen Seite, der Rheinseite, ragt er steil auf mit Höhen über 1000 Meter, und flacht etwa dreißig bis, an der breitesten Stelle, etwa sechzig Kilometer weiter im Osten zu einer Hochebene ab. Dass beide, Rhein und Schwarzwald parallel verlaufen, verdankt sich ihrer gemeinsamen geologischen Herkunft, der allmählichen Absenkung eines Gebirgszuges über einen Zeitraum von vielleicht 40 Millionen Jahren. Über dem tiefer gesunkenen Kamm dieses versunkenen Gebirges fließt nun der Rhein und der noch herausragende Teil des Gebirges auf westlicher Seite ist der Schwarzwald. Und so besitzt der Schwarzwald auch eine Art kleineres Geschwistergebirge auf der östlichen Seite des Rheins, die französischen Vogesen.

Die Besiedelung des Schwarzwaldes

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Bis in das siebte Jahrhundert war der Schwarzwald ein unzugänglicher Urwald und eigentlich nicht besiedelt.  Der Schwarzwald wurde erst spät besiedelt, erst im siebten Jahrhundert gründeten Mönche, meist Benediktiner, im Schwarzwald mehrere Klöster, und auch erstmals in einer Klosterurkunde etwa hundert Jahre später wurde der Name "Schwarzwald" dann erwähnt. In der Folge der Mönche und nahe der Klöster siedelten sich die ersten Bauernfamilien "auf dem Wald" an. Diese ersten 'zivilen' Schwarzwaldbewohner nannten sich selbst "Wälder". Zu dieser Zeit bestand der Wald des Schwarzwaldes aus Mischwald, aus Buchen- und Eichen-Wäldern und in mittleren Höhen Tannen-Wäldern. Die schnellwachsenden Fichten, die heute für die Bewaldung des Schwarzwaldes weitgehend charakteristisch sind, resultieren aus der Bewirtschaftung des Waldes. Im siebten Jahrhundert allerdings hieß es zunächst den vorhandenen Wald zu roden um Siedlungsflächen und Ackerland zu schaffen. Die Rodungen, auch für wirtschaftliche Nutzungen, beispielsweise für Glashütten und deren Befeuerung, ging schließlich so weit, dass im fünfzehnten Jahrhundert die erste Waldnutzungsordnung aufgestellt werden musste, die den Holzeinschlag regelte.

Erzschürfer, Glasbläser und Holzschnitzer

Das Klima des Schwarzwaldes war rau, die Winter sind lang und die Böden waren nie besonders fruchtbar. Schon seit Anfang des Mittelalters lebten viele Schwarzwälder deshalb nicht nur als Bauern, sondern auch vom Silberbergbau und vom Abbau von Blei und Zinkerzen, bis sich im 16ten Jahrhundert der Abbau nicht mehr lohnte.  Eine andere Einnahmequelle der Schwarzwälder waren die Glashütten und ihre Produkte.

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Die Schnefler

In den sehr langen Wintern arbeiteten die Schwarzwälder traditionell auch als Schnitzer, als "Schnefler". Auf dem "Schnidesel", dem Schneidestuhl wurde mit Fußhebel und Zwinge ein Stück Holz eingespannt und bearbeitet. Hergestellt wurde Hausgerätschaften und vor allem auch Schindeln für die großen Walmdächer der Schwarzwaldhäuser. Aus der handwerklichen Tradtion der Schnefler entstand im 17ten Jahrhundert dann schließlich ein ganz neues Handwerk: Eines Tages schnitzte der erste Schwarzwälder von Hand die Teile einer Uhr, das Gehäuse und auch das Uhrwerk aus Holz. Die so gefertigten hölzernen Uhren gab man den Glasträgern, den wandernden Schwarzwälder Glasverkäufern mit auf die Reise...  - Mehr zur Uhrengeschichte hier...